hörte ihm mit der Miene höflicher Ungläubigkeitzu; er hatte nur wenig von dem Gespräch zwi-schen den beiden gehört, aber als er den Squireüber manche Einzelnheiten, betreffend CliffordsGeburt, Verwandschaft und Vermögen ausfragte,fand er ihn gerade so unwissend wie zuvor. Ein-sehend jedoch, daß ein weiteres Streiten vergeblichsey, begnügte sich der Höfling damit, den Squireauf die Achseln zu klopfen und mit gchcimnißvollerArtigkeit ihm zu sagen: „Ach, Sir! Sie sind zugut!"
Mit diesen Worten drehte er sich um undsuchte, noch nicht aller Hoffnung entsagend, dieTochter ans. Er fand Miß Brandon eben vomTanz befrcyt und mit einer Art väterlicher Ga,lanterie bot er ihr den Arm, um sie durch dieSääle zu führen. Nach einigen einleitenden Flos-keln, und nachdem er, zum tausendsten Male seineFreundschaft für William Brandon gerühmt, rede-te ihr der Graf von dem „voruehmansschcndenjungen Mann der sich Capitän Clifford nenne."
Zum Unglück für Maulcverer hatte er, alsseine Empfindlichkeit über Cliffords Eindringen un-ter dem Reden wieder sich erhitzte, etwas zu we-nig auf seine Worte Acht, und er ließ in seinemVerdruß ein paar Worte der Warnung fallen,welche das Zartgefühl der Miß Brandon ganz be-sonders beleidigten.
„Mich hüten zu crmuthigcn, mein Lord!"