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des Verbrechens sich schuldig macht, sondern auchdaß man die Schuld fühlt. O, viele welche dieWelt mit ihrem Fluche beladet, sind zu Handlun-gen fähig — ja, haben Handlungen ausge führt,die man an Andern verehren und anbeten würde.Will man wissen, ob das Herz eines Mannes derMacht der Liebe zugänglich ist, so frage man,nicht was er seinen Feinden, sondern was er sei-nen Freunden sei)? Und Verbrechen" fuhr Clifford,rasch und heftig sprechend fort, während seine Au-gen flammten und die dunkle Röche ihm in dieWangen stieg, „Verbrechen — was ist Verbrechen?die Menschen tragen ihre elendesten Vorurthcile,ihre schlimmsten Leidenschaften in ein bunt zusam-mengesetztes, widersprnchvolles Gesetzbuch zusam-men und was diesem zuwiderläuft, das stempelnsie zum Verbrechen. Wenn sie keinen Unterschiedmachen in der Bestrafung, das heißt also in derSchätzung — die dem Mord und eben so demge-ringfügigcn Diebstahl, zu dem der Hunger denschwachen Willen trieb, zuerkannt wird, so brau-chen wir nichts weiter um uns zu überzeugen,daß sie das wahre Wesen der Schuld verkennenund daß sie den Mangel der Weisheit mit wilderGrausamkeit ersetzen."
Lucie blickte beunruhigt in die belebte undwilde Miene des Redenden: Clifford faßte sichnach einem augenblicklichen Stillschweigen wiederund erhob sich von seinem Sitz mit dem fröhlichen