Druckschrift 
4 (1834)
Entstehung
Seite
31
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trennte. Die ringsum herrschende Ruhe wurdedurch einen fernen Ton kunstloser Musik unter-brochen , und als diese näher kam, wurden zwei,nicht eben poetische Gestalten, sichtbar; die einewar ein blinder armer Mann, welcher seiner FlöteTöne entlockte, bei welchen die melancholischeSchönheit der Melodie einigermaßen die unbedeu-tende Mangelhaftigkeit in der Ausführung vergü-tete. Ein Weib, viel jünger als der Musikant,deren Gesicht einige Schönheit verrieth, begleiteteihn und hielt, nachdenklich an den Fenstern derschweigenden Straße hinanfblickend, einen abge-griffnen Hut in der Hand. Wir sagten zwei Ge-stalten wir begiengen das Unrecht, eine drittezu vergessen; ein zwar rauher und einfacher Freund,aber welchen zu lieben doch der Barde und dieFra» viele und triftige Beweggründe hatten. Dießwar ein kleiner, rauher Dachshund, mit schwar-zen, durchdringenden Augen, die lebhaft und klugunter den buschigen Zotten die sie bedeckten, nachallen Seiten umherschauten; langsam schritt dasThier vorwärts, sanft an dem Stricke ziehend, andem cs festgehaltcn wurde und seinen Herrn lei-tete. Einmal wurde seine Treue in Versuchunggeführt; ein andrer Hund lud ihn zum Spiel ein,der arme Dachs sah sich ängstlich und zweifelhaftum, stieß dann ein leises ablehnendes Geheul ausund verfolgte

Geräuschlos seine stille Bahn."