Druckschrift 
2 (1834)
Entstehung
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der königlichen Landstraße angehalten, das Zehnt-gerd ihm geraubt, das er eben vom Pachter Sloiv-forth empfangen hatte; wäre nicht dieser theureEngel, der gute junge Mann gewesen: Gott alleinweiß, ob ich letzt nicht schon eine trostlose Wlttwewäre."

Während die erschütterte Matrone so sich aus-schüttete, entdeckte Lnciens durch das Zimmer schwei-fendes Auge in eine» Armsessel die runde und ölichtekleine Person des Doktor Slvppertvn, mit einemAntlitz, ans welchem alle Lebcnssarbe, ausgenommeneine» ringsörmigcn Abschnitt um die Nase, welchegleich der letzten Rose des Sommers in ihrer Blütheunversehrt geblieben war, zur jämmerlichsten Blässeverblichen war; der kleine Mann versuchte einLächeln heranszubeschwvren, wäbrend seine Frausei» Mißgeschick erzählte und einige gleichgültigeWorte herznstammeln ; aber mit all seiner erkünstel-ten Mannhaftigkeit sah er so verstört ans, daßLncie wider ihren Willen in ein unzeitigcs Geläch-ter ansgebrochen wäre, hätte nicht ihr Auge aufdie Gestalt eines jungen Mannes sich geheftet, derneben dem hochwürdigen Herrn gesessen hatte, deraber bei Lncicns Eintritt anfgestanden war, und sieaufmerksam, aber mit sehr ehrfurchtsvoller Mienebetrachtete. Tief und unwillkürlich erröthend wandtesie da« Auge hastig weg, näherte sich dem gutenDoktor und erkundigte sich nach dem gegenwärtigenZustand seiner Nerven in einem ernsteren Tone,