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gerollt aus dem Bode», fuhr aber mit einem schrillendenGebell auf keim Eintritt des Trägers des Modells, wäh-rend ein Staar in einem Käfig am Fenster, dem Anscheinnach erfreut über die Störung der Einförmigkeit desKerkerlebcnS, mit de» Flügeln schlug, und kreischte: „BöseMenschen! Böse Welt! Armer Heinrich!"
Der Gefangene blieb stehen bei diesem Geschrei,und ein trauriges, geduldiges Lächeln voll unbeschreib-licher Melancholie und Sanitmnth schwebte um seinenMund. Heinrich besaß noch siel non der persönlichenAnnnilh, die ihm eigen gewesen zu der Zeit, als Marga-retha von Anjou, die von Minstrels nud MinnesingernGepriesene, ihren heimische» Hof von Dichtern mit demoerhängnißrollen Throne von England vertauschte. Aberdie Schönheit, gewöhnlich eine so beliebtmachende undkostbare Eigenschaft bei Königen, war bei ihm nicht vonder Art, wie sie einen mächtigen, gebietenden Eindruckaufs Auge macht und die Bewunderung eines unruhigenVolkes, einer hochmüthigen Ritterschaft erregt. Die Züge,wenn schon regelmäßig, waren klein; der Ausdruck der derSchwäche und Schüchternheit; die Gestalt, obwohl groß,war nicht festgebaut und muskulös: die untern Gliederwaren zu dünn, der Leib hatte zu viel Fleisch, die zartenHände verriethen die kränkliche Bläffe einer schwachenGesundheit; eine träumerische Zerstreutheit lag in denklaren, sanften, blauen Augen, und eine Gleichgültigkeitund Mangel an aller Energie in seiner ganzen gebücktenHaltung, in dem langsamen, schweren, schlotternden