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lebendigste Bild einer fortschreitenden Bcredlnn.lt unseres Geschlechtes. Dennihre Achnlichkeit ist so vollkommen, daß sie sich ans das innigste an ein-ander anschließcn können, und ihre beiderseitige Verschiedenheit gerade vonder Art, das; jeder von dem anderen, was ihm selbst mangelt, empfängt.
I.XXXI.
Resultat des Ganzen. — Eigentlicher Stoff des Gedichtes.
Ein furchtbares Ereignis;, das ganze Völkerschaften ans ihrer Hci-math vertreibt, fuhrt also eine schönere und edlere Natnr in eine entfernte,noch minder cnltivirtc Gegend; es fuhrt sic gerade der Familie, demJünglinge zn, der sic zu verstehen, zn fassen Sinn hat; es vereinigt beidemit einander, und indem cs unaufhaltsam in seinem Laufe weiter fortcilt,läßt es den Samen eines neuen Geschlechtes, einer schöneren und besserenMenschheit zurück. Nicht der Zufall, nicht ein blindes Verhängnis;, nein!die wohlthätigc Hand eines Gottes, die wachsame Sorgfalt dcS Geniusunseres Geschlechtes scheint diese wunderbare Verkettung von Umständengeleitet zu haben; und wenn der Dichter der Mitwirkung höherer Mächteim Einzelnen entbehren mußte, so führt er uns dieselbe auf die schönsteund rührendste Weise durch das Ganze seiner Dichtung in das Gcmüthzurück.
Wer erinnert sich mm nicht hierbei der frühesten Zeiten unserer Ge-schichte, wo wohlthätigc Pflanzvölker in weit entfernte Länder Menschlich-keit und Gesctzcslicbc und die ersten Keime der Wissenschaft und Kunsthiniibertrngcn? und der späteren, wo einzelne Königstöchter, von demZauber sanfter Weiblichkeit und der Macht der Liebe unterstützt, barbari-schen Völkern die milden Gesinnungen einer menschlicheren Religion eimflößten? wem scheint das Bild, das ihm der Dichter darstellt, nicht darumnoch erhebender als jene, weil der Stamm, der hier noch veredelt werdensoll, schon selbst so gesunde und treffliche Früchte trägt? wer rettet sichnicht gern und mit einer gewissen stillen Andacht ans den Gräueln derJahre, die wir durchlebt haben, zn Seencn dieser Art hin, die ihm alleinnur noch znzurnfcn scheinen, daß sich nicht darum alles bewegt und nm-kehrt, um alles auf einmal in derselben Verwirrung zu begraben, son-dern um die Welt und die Menschheit neu und besser zu gestalten?