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Aesthetische Versuche über Goethes Hermann und Dorothea
Entstehung
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gehört die Ankündigung des Gegenstandes und den Anruf der denGesang beschützenden Gottheit in dem Eingänge des Gedichtes.

Alle diese Eigenschaften, die letzte allein ausgenommen, sind indes;gewissermaßen unbestimmt, und einige unter denselben tragen unleugbardas Gepräge des Unwesentlichen und Zufälligen an sich. Der aus derGeschichte entlehnte Stoff kann mehr oder minder bekannt sein, in demletzteren Falle nähert er sich einem bloß von dem Dichter erfundenen; dieWichtigkeit und Größe der Handlung, die sinnliche Bewegung ihrer ein-zelnen Thcile ist durchaus relativ; die Einmischung der Fabel und desWunderbaren kann doch nicht anders als durch die Stimmung wirken, diesie hervorbringt, durch die höhere Feierlichkeit, durch die größere Ehrfurcht,die sie in der Seele des Lesers weckt, und es hängt also von der Zeit, inwelcher, von den Menschen, zu welchen man redet, ab, wie viel oderwenig dadurch soll bewirkt werden können.

Dieser Unbestimmtheit ungeachtet, ist indeß die Wichtigkeit aller die-ser Stücke znsammengcnommen nicht zu leugnen; es giebt der Seele offen-bar einen höheren Schwung, wenn sic sich auch sinnlich große Massenvor ihren Augen bewegen sieht, wenn der Dichter sie auf einen großenund weiten Schauplatz führt, wenn er ihr zugleich den blendenden Glanzdes Dlymps und die furchtbaren Tiefen des ErebnS anfschlicßt; cs stimmtsic zu einer höheren Begeisterung, als wenn "das, was er ihr vorführt, bloßans unserem eigenen Kreise, aus unserem täglichen und gewöhnlichenLeben genommen ist. Es macht zugleich auch eine reinere künstlerischeWirkung; denn gerade weil das, was näher mit uns verwandt ist, auchnoch tiefer in unser Herz eingrcift, so läßt es die Einbildungskraft wenigerfrei, so drückt cs sie nieder und zieht sie herab.

s.XXIV.

Brwris dcs Kopien» durch mi BrispU aus der Jliadc.

Es kann schwerlich je eine größere und mehr epische Situation ge-dacht werden, als die ist, mit welcher der dreizehnte Gesang der Iliasanhebt.

Zeus sitzt auf dem Gipfel des Jda. Er hat eben dem Wasfenglück

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