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auch nicht, wie diese, einer gleich dichterischen Einkleidung fähig. Umdie Einheit hcrvorznbringcn, welche der Kunst allemal eigen ist, muß indem Stoffe selbst schon eine gewisse Anlage befindlich sein, für sich ein ab-gesondertes Ganzes zu bilden; wenigstens muß derselbe eine bestimmteKraft in sich enthalten, deren Richtungen der Dichter verfolgen kann.
Daher kommt cs, daß der Noma», der immer Begebenheiten dar-stcllt, ob er gleich in Absicht seines UmfangeS und der Verknüpfung seincr Theilc znm Ganzen eine unverkennbare Aehnlichkcit mit dem epischenGedichte an sich trägt, dennoch so wesentlich von demselben verschieden ist,daß, da dies ans der höchsten Stufe aller darstellenden Poesie steht, esvon ihm noch nnansgcmacht ist, ob er nur überhaupt ein wahres Gedichtund ein reines Kunstwerk genannt werden kann. Wenigstens wird mannicht mit Unrecht anstchcn, ihm diesen sträng einznränmcn, wenn manbedenkt, daß er mit der wesentlichen Bedingung jedes Gedichtes, mit einerrhythmischen Einkleidung, schlechterdings unverträglich ist, und ein Ro-man in Bersen ein abgeschmacktes Product sein würde.
Weiter ist cs daher nicht möglich, den Begriff der Epopöe zu vcr-fehlen, als wenn man die Nothwcndigkcit der Handlung in ihr ablängncl,und ihr statt derselben Begebenheiten unterschieben will.
Was nun aber diese Handlung und die Erzählung derselben so individnalisirt, daß sie die Epopöe vor allen übrigen Gattungen erzählen-der Gedichte in ihrer Eigenthümlichkcit bezeichnen, ist die Natur jener be-schauenden Stimmung des Gemnthcs und der dichterischen Einbildungs-kraft, und die Wechselwirkung, in welche beide hier mit einander treten.Diese drei Stücke haben wir daher noch besonders zu untersuchen.
UVlll.
Eigenschaften des Zustandes allgemeiner Beschauung.
Wenn der Künstler die innere Harmonie des GcmüthcS nicht durchMißklttnge stören will, so darf er seinen Gegenstand ans keine andere,als ans eine, der Stimmung, auf die er überhaupt hinarbcitct, analogeWeise behandeln. Diese nun ist bei dem epischen Gedichte der Zustandklarer, ruhiger, aber sinnlicher Betrachtung. Je sinnlicher dieselbe ist (und