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davon hängt doch ihr künstlerischer Werth cid), desto mehr mnß sie sieden,Bewegung und Handlung suchen; adcr indem sic ansicr sich Thätigkeit zusehen verlangt, kann sie keine andere fordern, als die, welche in ihr, zu-gleich »eben ihr selbst, ohne sic zu zerstören, bestehen konnte. Es mnßdaher eine solche sein, die entweder über die ihr im Wege liegenden Hin-dernisse den Sieg erhalt, oder sich wenigstens, wenn sic auch unterliegt,nicht in allem ihrem Beginnen gehemmt, sondern nur eine andere Rich-tung zu nehmen gcnöthigt fühlt. Der Kampf, in welchem der epischeDichter den Menschen mit dem Schicksal zeigt, und ohne den es nie einegroße sinnliche Bewegung giebt, muß sich in Sieg, oder in Frieden undBcrsöhnnng,, nicht in Niederlage und Verzweiflung endigen. Denn sonstwird die Ruhe anfgehobcn, welche die erste Bedingung jenes rein be-schauenden Zustandes ist; das eigene Gemüth nimmt einen überwiegendenAntheil, wir steigen von der Höhe herab, die nnS über unserem Gegen-stände erhalten sollte, und mischen nnS selbst als Thcilnehmer unter diehandelnden Personen.
Allein wenn der epische Dichter sich hüten muß, jene Ruhe zu zer-stören, so muß er sich noch mehr in Acht nehmen, sie gar nicht in Gefahrzu bringen. Denn gerade dieselbe energisch zu »rachen, ans der Verbin-dung derselben mit lebendiger Thätigkeit männlichen Math hcrvorgehcnzu lassen, ist er rwrzngSwcise vor allen anderen bestimmt. WaS wir vor-hin sagten, braucht er daher nur im Ganzen zu erreichen; im Einzelnenkann er seine sieser erschüttern, wie stark und nah er will an den Ab-grund der Furcht und des Entsetzens führen; vielmehr, je besser er dieszu thun versteht, desto stärker ist seine letzte endliche Wirkung. SeineKnust, daS Gemüth zn beruhigen, mnß eigentlich die sein, cS mannich-faltig genug zu erschüttern, cS von einer Bewegung zur anderen znführen, eine Empfindung durch die andere zn modificiren, und so jedeeinzelne zu hindern, sich des Gcmüthes ausschließlich zu bemächtigen.
AnS der Totalität seiner Darstellung mnß die Ruhe, die er bewirkt,hcrvorgehcn, und diese Totalität ist also daS zweite Erfordcrniß seiner Gattung.Wir haben schon im Anfänge dieser Blätter gesehen, daß jeder Dichterüberhaupt nothwendig immer, sobald er nur rein und allein ans die Ein-bildungskraft cinwirkt, eine gewisse Totalität erreicht, indem er nnS näm-lich seine Gegenstände in eine Welt hinüberträgt, in welcher sic das Ein-seitige und Ausschließliche verlieren, das sic in der Wirklichkeit entstellt.Allein der epische Dichter braucht diese Eigenschaft noch in einem anderen