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äußersten Gränzcn verfolgen. Daher ist er eben so sehr von dem Zu-stande der Untersuchung, in dem wir immer ans einen einzelnen bestimm-ten Punkt losgchcn, und mehr in eine Tiefe cindringcn, als uns Ubereine Fläche verbreiten, als von demjenigen verschieden, wo wir die Natur,durch einen Zufall oder einen bestimmten Zweck geführt, mir thcilweiseerforschen.
In allen diesen Modificationcn sind unsere Sinne ans verschiedeneWeise gestimmt, und dies unterscheidet schon der gewöhnliche Sprach-gebrauch durch sehr bedeutende Ausdrücke. Denn wer gern in der Naturlebt, sie mit klarem, ruhigem und heiterem Angc überschaut, ans Formen,Einheit und Harmonie achtet, dem schreiben nur Lebendigkeit des Sinnes;dem emsigen Untersnchcr, der sich seinen Weg absichtlich und methodischvorher vorzcichnct und die Lücken unserer Kenntnis; ans eine gewissermaßensystematische Weise ansfüllt, einen scharfen und cindringcndcn Blick; dem-jenigen endlich, der den sinnlichen Genuß, oder wenigstens die Vorstellungdesselben in der Phantasie liebt, oder sich an dem Spiel, der Bewegung,der Mannichfaltigkeit erfreut, welche immer die Beschäftigung der Sinn-lichkeit begleiten, Feuer der Sinne zu, indem wir uns hierbei mehr dieMaterie, als die Form der sinnlichen Objecte, oder doch die Wirkungaller sinnlichen Thätigkeit überhaupt ans die Empfindung denken. In derThat malt auch in "Naturen, zu deren Charakter einer dieser Zuständewesentlich gehört, schon der Ausdruck des AngeS diese Verschiedenheit anseine, ihren Bezeichnungen sehr analoge Weise; wie jeder sich leicht über-zeugen wird, der sich auch nur Einmal den ruhigen, klaren, männlichfesten und prüfenden Blick deS bloßen Beobachters mit dem scharfen,durchdringenden, unruhig suchenden des eigentlichen Forschers, und beidemit dem feurigen, glänzenden und beweglichen des sinnlichen Menschenverglichen zn haben erinnert.
Parteilosigkeit und Allgemeinheit sind daher die Merkmale, welchejenen Zustand der Beschauung vor allen anderen, ihm ähnlichen charak-tcrisircn; und durch beide erhebt er sich zn den höchsten und besten, inwelchen der Mensch sich befinden kann. Denn da unsere Thätigkeit in dem-selben weder ans ein Bedürfnis;, noch auf eine einzelne Absicht bezogenwird, so ist sic von aller Bedingung, die nicht unmittelbar in ihr selbstläge, frei, eine reine Anwendung aller derjenigen unserer Kräfte, welcheder Objectivität, d. h. der Vorstellung äußerer Gegenstände, fähig sind,auf das Ganze der Natur.
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