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kling, in ihrem Sein nnd Wesen überhaupt Wirklichkeit, nnd durch dieFestigkeit ihrer gegenseitigen Verbindungen wenigstens bedingte Nothwen-digkeit. Die Empfindung hingegen, die immer Non dem bestimmtenVerhältnis; ihres Zweckes zu ihrer Begierde ansgcht, flieht alte Beschrän-kung, kennt nur Einen Gegenstand, welchem alles andere weichen muß,strebt nach einseitiger Befriedigung, lebt in der Möglichkeit, nnd suchtbloß Wirklichkeit.
In dem Zustande der Beschauung liegt von selbst immer etwas All-gemeines und Identisches, da unsere intcllectnelle Natur, die nie anselwaS anderes hinanSgchen kann, darin hauptsächlich thätig ist. DieEmpfindung behält auch dann noch, wenn sie durch die praktische Vernunftoder die Einbildungskraft zu vollkommener'Reinheit geläutert ist, wenig-stens die Form ihres ursprünglichen Charakters. Denn die Beziehungans daS Snbjcct bleibt darin, unter jeglicher Umwandlung, immer dieselbe.
Wenn daher die Kunst diese beiden Zustände dichterisch benutzen will,so hat sic in jedem zweierlei zu vertilgen; in dem crstcrcn: das prosaischeDetail der von Phantasie entblößten Beobachtung nnd die Trockenheit derintellcetncllen Ansicht; in dem letzterem die eigennützige Beziehung ans de»wirklichen Besitz nnd die daraus entstehende Beschränkung des Gegen-standes selbst. Jenem muß sie die lebendige Sinnlichkeit, diesem die idca-lischc Nichtigkeit der Phantasie cinhanchen.
Ist VI.
Vcsvndcrc Schilderung jenes allgemein beschauende» Zustandes.
Wenn wir den Zustand der Beschauung als einen besonderen vordemjenigen allgemeinen, in welchem uns überhaupt die Kenntnis; derNatur außer uns beschäftigt, hcrauShcben, so ist cs> weil er sich durchzwei nur ihm cigcnthümlichc Merkmale von allen ähnlichen unterscheidet— durch die gleichmüthigc Stimmung der Seele, mit welcher dieselbe,allein durch das allgemeine Interesse des Objects geleitet, ihre beobach-tende Aufmerksamkeit gleichmäßig ans alle Punkte verthcilt, nnd durchden Umfang der Ansicht, da wir alsdann jeden Gegenstand, nnd jedeMasse von Gegenständen, und so nach nnd nach das Ganze bis zu seinen