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Ziel aller Kunst, oft nur durch ein Aufsteigeu zu immer höheren Gra-den in der Unendlichkeit anfsnchen darf, so mnß der epische cs immer inder Totalität eines geschlossenen Kreises zu finden verstehen.
Aber nachdem der Dichter die Umrisse seiner beiden Hauptfiguren sobestimmt gezeichnet, sie uns so fest eingcprägt, unser Herz so innig für sieerwärmt hat, giebt er ans einmal unserer Einbildungskraft einen kühnerenSchwung, versetzt er den Gegenstand, der uns, noch immer abwesend, soeinzig beschäftigt, plötzlich wie in höhere Sphären.
O, mein Vater,ruft Hermann ans,
sic ist nicht hergelaufen, das Mädchen,
Keine, die durch das Land ans Abenteuer nmhcrschweift,
Und den Jüngling bestrickt, den unerfahrnen, mit Ränken.
Nein; das wilde Geschick des allvcrderblichen Krieges,
Das die Welt zerstört, und manches feste GebäudeSchon ans dem Grunde gehoben, hat auch die Arme vertrieben.Streifen nicht herrliche Männer von hoher Geburt nun im Elend?Fürsten fliehen vermummt, und Könige leben verbannet.
Das Schicksal der Welt knüpfet sich nun an das ihrige an, und leiht ihreinen neuen befremdenden Glanz.
XXXIII.
Dorotheens eigenes Erscheinen.
Die Stelle, wo Dorothea znm erstenmal selbst anftritt, und wo wirmit ihr unter den Ihrigen verweilen, soll das Bild, das wir uns schonvon ihr gemacht haben, weder erhöhen noch vergrößern; dies ist jetzt nochnicht nöthig, und bei dieser Veranlassung nicht mehr möglich; sie soll unsmir damit vertrant machen, und cs in uns befestigen.
Das Mädchen, das wir bisher bloß in dem Spiegel des Eindruckssahen, den es gemacht hatte, glich noch zu sehr jenen zauberischen Schatten-bildern, die wie ans einer anderen Welt zu uns hcrüberstrahlen; sie solljetzt zur Wirklichkeit, ins Leben hcrabgeführt werden; wir sollen ihr nähertreten, ihre Schicksale kennen, sic nicht mehr bloß mit dem bezauberten