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in der vollendeten Darstellung dieses Einen Gegenstandes seine volle Be-friedigung zu finden.
Die Einbildungskraft entschieden zu nöthigcn, auf eine bestimmteWeise thätig und productiv zu sein, ist zugleich seine einfachste Aufgabeund sein höchstes Ziel. Um dieser Forderung Genüge zu leisten, muß erderselben drei mit einander verwandte Eigenschaften zugleich mitthcilcn:lebendige Starke, vollkommene Freiheit und durchgängige Gesetzmäßigkeit.Zn den beiden Stufen der Objcctivität, die wir bis jetzt geschildert haben,sind mehr die beiden ersten Stücke erforderlich; zu der dritten aber, diewir jetzt näher betrachten, erhebt man sich nur durch das letztere, durchvollkommene und strenge Gesetzmäßigkeit.
Um nun zu zeigen, daß unser Gedicht auch diese letzte und höchsteStufe der Objcctivität erreicht, wollen wir cs mit einer zwiefachen Gat-tung beschreibender Gedichte vergleichen. Wir werden dadurch noch außer-dem den Borthcil gewinnen, daß, wenn wir cs bis jetzt nur als ein echtesKunstwerk, und als ein beschreibendes Gedicht überhaupt charakterisirten,wir nun auf den bestimmten Platz kommen werden, den es unter diesenletzteren sich ausschließlich zneignet.
XXI.
Zwiefache Gattung beschreibender Gedichte in Rücksicht ans ihre größere odergeringere Objektivität — erläutert an Homer und Ariosi.
Alte beschreibenden Gedichte stellen eine Reihe von Bildern, ein ver-bundenes Ganzes von Gestalten ans. Der Unterschied, den wir, geleitetdurch die bisherigen Betrachtungen, hier unter ihnen fcstznsetzcn im Begriffsind, besteht darin, ob sie mehr durch die Mannichfaltigkeit und Berschic-dcnhcit der Figuren, oder durch die Gestalt der einzelnen und die Berbin-dnng aller zu einer Einheit zu wirken bestimmt sind, ob der Dichter seineGruppen mehr als Massen, oder mehr als Ganzes behandelt hat, mehrdurch Farbe und Colorit oder durch Form zu gewinnen strebt?
Ans diese Weise läßt sich dieser Unterschied objcctiv angcben; snbjcc-tiv bestimmt, läuft er daraus hinaus, ob cs dem Dichter mehr ans einegewisse bestimmte Thätigkcit der Einbildungskraft, oder nur ans Thätig-