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gesetzt. Dies können mir der lyrische, didaktische nnd tragische Dichter,die, nahe mit einander verwandt, Eine Classc zusammen ansmachcn, nichtder epische. Dieser fordert Gestalten, Leben nnd Bewegung, führt denMenschen in die Welt hinaus, nnd fängt, um zuletzt so gut als jenesein Gcmüth in seinen innersten Tiefen zu erschüttern, bei seinen Sinnennnd den Gegenständen, die ihn umgeben, an.
XX.
Dritte und letzte Stufe der Objektivität des Gedichtes.
Wenn man dasjenige, was wir bisher über das Gocthe'schc Ge-dicht gesagt haben, mit dem Eindruck vergleicht, welchen cs selbst hcrvor-bringt; so muß man nothwcndig fühlen, wie weit noch unser Begriff hin-ter dem letzteren zurückgeblieben ist, wie viel noch daran fehlt, daß dieZeichnung seines Charakters die wirkliche Empfindung auch nur einiger-maßen erreiche. Gerade aber weil seine hohe Schönheit darin besteht,daß eS seine große nnd allgemeine Wirkung in der strengsten Individua-lität hervorbringt, ist die Bcnrtheilnng desselben so schwierig. Wie beider Schilderung eines lebendigen und organischen WesenS, wird man beijedem Charaktcrzng, den man ihm beilegt, immer lebhaft daran erinnert,daß. man cs nie vollständig und richtig zeichnet, sobald man nicht dasGanze in der nothwcndigcn nnd unzertrennlichen Verbindung aller seinerThcile hinzustcllcn vermag.
Wir haben im Vorigen seine hohe Objcctivität zu schildern ange-fangcn; wir haben gezeigt, wie cs bloß sinnliche Gegenstände, und diesein ihren vollständigen Umrissen, in den reinen Formen der Einbildungs-kraft zeichnet. Allein wenn cs uns auch vollkommen gelungen wäre, da-durch zu beweisen, daß es von einem reineren nnd allgemeineren Kunst-sinn, als andere, beseelt, sich näher, als sic, an die Werke der bildendenKnust anschlicßt i so sind dadurch noch kaum die äußersten Linien desCharakters desselben gezeichnet; so ist cs noch immer zu wenig auS derMasse beschreibender Gedichte hcrausgchobcn, nnd so reicht dies noch beiweitem nicht hin, seine cigenthümlichc Wirkung, die lichtvolle Klarheit,