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faßt, sich von neuem eine Hütte baut, neue Bonde knüpft, sich ein neuesGlück und neue Freuden schafft.
So vollkommen objcctiv hat der Dichter seinen Stoff behandelt. Soist es immer Ein Gegenstand, der ihn beschäftigt, und dieser Eine reinerzeugt durch die Einbildungskraft.
XIV.
Zweite Stufe der Objektivität unseres Gedichtes. — Verwandtschaft seinesStils mit dem Stil der bildenden Kunst.
Kein Begriff ist in der Theorie der Kunst so wichtig, als der derDbjectivität; keiner erfordert zugleich eine so genaue und ausführliche Er-örterung.
Denn eines Theils ist das Sbject der Kunst nie ein wirkliches Ob-jcet, und trägt daher immer nur gewissermaßen uncigcntlich diesen Namen.Die Kunst bleibt allein innerhalb des Kreises der Einbildungskraft, alsoinnerhalb unseres Gemüthes; es ist daher immer nur ein ideales Beziehenderselben Kraft ans die Natur und die Sache, oder auf den Menschenund die Person. Bon dieser Seite muß man sich zuerst vor Bcrwechscluugund Jrrthmn hüten.
Dann aber ist dieser Begriff auch anderen Theils von sehr verschie-denem Umfange. Denn obgleich jeder Künstler ohne Ausnahme objeetivsein muß, so ist doch dem einen dies Gesetz noch strenger vorgeschrieben,als dem anderen; es giebt einige, denen man in Vergleichung mit ande-ren, sogar die entgegengesetzte Benennung geben könnte; und man mußdaher immer genau unterscheiden, in welchem Umfange der Begriff derObjeetivitüt genommen, welchem anderen er gerade an der Stelle, wo ervorkommt, entgegengesetzt ist.
Diese Borsicht ist um so nothwendiger, als jene Vieldeutigkeit desBegriffes nicht von einem irrigen Gebrauche desselben hcrrührt, sondern inder That in der Sache selbst wesentlich gegründet ist. Der Künstler sollden Menschen mit der Natur in die engste und mannichfaltigstc Verbin-dung bringen. Um dies Geschäft ganz zn vollenden, muß er bald denäußeren Gegenstand, bald die innere Stimmung stärker geltend machen.Ja selbst ohne dies zu wollen, kann er cs kaum vermeiden. Da er, um