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Jahren sehr an einander gehangen — die einzigeEntschuldigung vielleicht für eine Frau, wenn sie ihrspäteres Gelübde bricht. Sie en-flohen. Da« U-brigeibrer Geschichte ik bald erzählt: e« ist die gewöhnlicheGeschichte derer, welche der Leidenschaft Alles auf-oplern und nicht bedenken, daß sie unter Allem amkürzesten dauert. Ec der ihr seine Ehre zum Opferbrachte, opferte hinwiederum sie einer Andern zulieb. Sie konnte seine Untreue nicht ertragen; aberwie konnte sie ihm darüber Vorwürfe machen? Indem Augenblick wo sie seiner Liebe sich hingab, warsie derselben unwürdig geworden. Sie machte ihmkeine Vorwürfe; sie starb am gebrochnen Herzen!Ich sah sie gerade vor ihrem Tode noch, denn ichbin ihr weitläufig verwandt, uns konnte sie auch inihren Sünden nicht ganz verlassen. Da sprach siemit mir nur von dem Kind aus ihrer frühem Ehr,das sie in den Jahren verlassen, wo es ihrer Gorgeam meisten bedurfte; sie erkundigte sich bei mir nachseiner Gesundheit, seiner Erziehung, seinem Wachs-thllm; den kleinsten Umständen versäumte sie nichtnachzufragen. Die Nachrichten von ihm waren dasEinzige was ihrer Seele wieder eine Ahnung vonFreude und Spannkraft gab. Ich bracht« eines Tagsdas Kivd zu ihr; das Kind harte wenigstens sie. nievergessen. Wie bitterlich weinten beide als sie sichtrennen mnßcen! und sie — die arme, arme Ellen —eine Stunde nach der Trennung war sie nicht mehr l"Hier entstand eine Pause von einigen Minuten.Emilie war tief erschüttert. Mrs. St- John haltedie Wirkung, welche sie hervorbrachte, geabnt undbot Allem auf, sie noch zu verstärken. ,,Sonder-bar!" begann sie wieder, „am Abend vor ihrer Ent-weichung wurden ihr einige Verse von unbekannterHand zugestkllt — ich glaube nicht Emilie, daß sieIhnen schon bekannt sind? Soll ich sie Ihnen jetzt