singen? nud ohne die Antwort abzuwarten setzte siesich an's Klavier; mit leiser aber angenehmer Glimme,durch den außerordentlichen Aufdruck ihres Doitrag«aufs vortheilhafttste gehoben, sang sie folgende Verse:
An-
Verlassen willst du dieses HausWo dich ersreut des Himmels Huld?
Ach deute, eh du stiebst daraus:
Ob schöure Hütten »aut die Schuld?
Der Vogel wandert wobl und kehrtMit reiner Schwing' ins alte Nest-,
Dem Weib di» Hiimath bleibt verwehrtDas Einmal frevelnd sie verläßt!
Wohl manchmal dürsten mag nach RubAuf Rosenbaftnen selbst, ei» Herz;
Aus sichrer Freistatt scheidest DuIn einer Welt voll Dorn und Schmerz!
Gedenk' der reinen Kinderzeit!
Vergangenheit lacht froh dich an! »
Dan« weude dich, schau, welche- LeidDer Schuld'ge» Zukunfr bringen kan»!
Nicht Zeit, nicht Hoffnung trösten magEin Weib, das seldst den Ruhm sich nahm;
Manch Herz, gebeugt von keinem Schlag,
Erliegt dem leise» Hauch der Schaam!
Wenn, nach dem gräßlichsten VerlustFrüh fühlt dein Kind des Lebens Harm:
Soll fließen dann an SöldliugsbrustDie Thräue, statt im Mutterarm?