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Erste Bändchen (1835) Falkland. Erstes bis drittes Buch.
Entstehung
Seite
127
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mir ununterschieden und verworren ein Chaos vonEmpfindungen. O daß da» Glück je solche» lieber-maß haben kann!

Al» Emilie diesen Brief erhielt und au ihremHerzen barg, fühlte sie nichts dem Geiste, welchenderselbe arhmete, Verwandle». Mit dem raschenUebergang und Unbestand der Empfindung, welcherso gewöhnlich bei den Frauen ist, und worauf ebenso oft ihre Rettung als ihre Gefahr beruht, hatteihre Seele schon die Schwachheit de» letzten Abend»bereut und war iu die Unentschlossenheit und denSchmerz ihrer früheren Gewissensangst zurückgefallen.Nie war in einer menschlichen Brust ein gewaltigererKampf zwischen Gewissen und Leidenschaft wennander» wirklich die so äußerst sanfte, obwohl mächtige,Anhänglichkeit Emilien» Leidenschaft heißen konnte;e» war mehr eine Liebe, welche durch den Anwachsihrer Stärke verklärter wurde; es lag ihr nur dieSchuld zur Last, fle Anfang» in sich aufgenommenzu haben, eine Schuld von welcher jeue Ordnungvon Engeln, deren Wesen ganz Liebe ist, ste gernegereinigt haben würde. Ihn sehen, mit ihm leben,den Wechsel seiner Mienen und seiner Stimme zubeobachten, zuweiten beim Tage seine Hand berührenund seinen Scklunimer bewachen: das war der In-begriff ihrer Wünsche, in diesen Grenzen war ihreSehnsucht eingeschlosseu. Den Versuchungen derGegenwart trat die ganze Vergangenheit ihre» Lebens