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Erste Bändchen (1835) Falkland. Erstes bis drittes Buch.
Entstehung
Seite
89
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noch jene Träume mir ein Glück zu verheißen» so köst-lich als Ihre Liebe!

Erinnern Sie sich noch, oder vielmehr, könnenSie je vergessen den Augenblick, in welchen dietiefsten Tiefen unsrer Seelen sich aufschloßen? Aches war nicht unter Umständen, unter welchen wennein solches Gestäudniß in Ihr Ohr geflüstert wurde,Ihre Zärtlichkeit über die Erwiederung zu er-rölhen brauchte! Die von Dunkel umhüllte Leiden-schaft offenbarte sich in der Gefahr; und die Liebe,für Las Leben verboten, war unser Trost unter denSchrecken des Todes. Und jener lange und heiligeKuß, der erste, der einzige Moment wo unsre Lip-pen die Vereinigung unsrer Seelen theilten! sagenEie mir nicht cS sey Unrecht ihn zurückzurufen! sagenSie nicht: ich sündige, wenn ich die Stunden, woich allein da sitze, Ihnen weihe und den Traum die-ser wonnevollen Erinnerung hege. Die Empfindungen,welche Sie in mir erweckt haben, können mich elendaber nicht schuldig machen; denn Liebe zu Ihnenkann das Herz nur adeln; es ist ein Feuer, welchesden Altar auf dem es brennt, heiligt. Ich fühle,daß seit der Stunde wo ich liebte, meine Seelereiner geworden ist. Ich hätte nie geglaubt- daß icheiner so unirdischen Zärtlichkeit fähig wäre, oderdaß die Liebe des Weibes diese Gökterwürde derTagend besitzen könnte, welche ich au der Ihrigenverehre. Die Welt ist keine Pflegemutter für unsrejungen Träume von Leidenschaft und Reinheit; ich