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erreichten schon seine Füße. Sie kamen an derSchlucht an. — Ein Blick genügte ihn zu über-zeugen, daß ihre einzige Hoffnung dahin war. DasWasser, das ihm zuvor bi« an die Brust ging, warbeträchtlich gestiegen; er konnte nicht schwimmen.Er sah in diesem Augenblick, daß sie von schleunigem,schrecklichem Tod umringt waren. Wird man glau-ben, daß mit dieser Gewißheit seine Angst ver-schwand? Er sah in das blasse aber ruhige Antlitzseiner an ihm hängenden Begleiterin, und eine son-derbare Beruhigung, Freude sogar zog in ihm ein.Ihr Athem berührte seine Wange, ihre Gestaltlehnte sich an ihn — seine Hand faßte die ihrige —wenn sie sterben mußten sollte eS s o scyn! Was konnteihm das Leben Köstlicheres gewähren? „In diesemAugenblick," sagte er und kniete während er zu ihrsprach, „darf ich dir sagen, was sonst nie übermeine Lippen gekommen wäre. Ich liebe dich — ichbete dich an! Wende dich nicht so von mir ab. ImLeben waren wir von einander getrennt; wenn unsreHerzen im Tode vereinigt werden, dann wird derTod süß seyn." Sie wandte sich um — ihreWange war nicht mehr blaß! Er stand auf —er preßte sie an seine Brust; seine Lippen waren aufdie ihrigen gedrückt. O! dieser lange, tiefe, bren-nende Druck! Jugend, Liebe, Leben, Seele - Allesdrängte sich in diesen Einen Kuß zusammen. Aberdie Veranlassung, welche das Geständniß herbeiführte,Bulwer'« Romane. XL>V. 6