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Viertes Bändchen (1836)
Entstehung
Seite
110
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Iio

zerstört: Farel predigt vor dem Rakh! Noch einekleine Weile und der strenge Geist Kalvins arbeitetinnerhalb dieser Mauern: Der erhabenste der Re-formatoren, der, dessen Einfluß sich am weitestenund dauerndsten verbreitet hat, ist auch der erste inder Schaar der Verfolgten, welche die Stadt desSees in ihre Arme aufnimt.

Ich wandte mich von Genf ab, und Byron'sVilla und das kaum bemerkte Häuschen Shelley'szogen vor mir vorüber. Don allen landschaftlichenSzenerien gefallen mir Seegegenden am besten. Siehaben die Bewegung ohne die Einförmigkeit desMeers. Hinsichtlich der Schönheit aber last sichder Genfer - nicht mit dem Comer - See oder demLago Maggiore in Vergleichung stellen. Es ist nichtgenug Glorie in der schweizer Natur. Sie gibtnicht jenes schwellende Gefühl des Daseins, jenepassive, im blose» Empfangen beruhende Schwelge-rei, jenes Paradies von Lust und Sonne, das Ita-lien angehört.

Von der Waffermitte aus gesehen verlieren dieUfer des Lemans durch die bedeutende Breite desSees viel von ihrer Wirkung, und die Entfernungder Alpen benimt dem Eindruk ihrer Höhe viel.Nähe ist dem Erhabenen nothwendig. Ein schmalerFluß, an dessen Ufer sich blos der Montblanc auf-thürmte, würde das grosartigste Schauspiel in derWelt sein. Aber die Beklemmung, der Schauder,die unbeschrribbar« Empfindung von Gefahr, die