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Schriften haben dieselben Ursachen. Sie nahm fürUeberzeuguug was blos Gefühl war, und bildetesich eine Empfindung-Philosophie. Wenige Personenfühlten tiefer die Melankolie des Lebens. Der Ge-danke, den sie so oft aussprach: „7giasis je v'si «tesimee oomiile j'siine;" reichte hin dies sehnendeHerz zu verdüstern. Aber auf der andern Seitetröstete sie dieselbe Erregbarkeit, dmch die sie ver-wundet ward. Gleich alle» Dichtern hatte sie einetiefe Empfindung von der Fülle des allgemeinen Da-seins- Sie war von der Wahrheit durchdrungen,daß die Freuden des Lebens seine Schmerzen nber-«ögen, und fand Gefallen an jener Aeußerung vonHorne Tooke gegen Erskine: — „Hätten Sie mirzehn Lebensjahre in einem Gefängniß mit Bücher»,Feder und Tinte ausgewirkt, ich würde Ihnen dafürdanken." Nur empfindnngsreiche Menschen könnenfühlen, welch ein glorreicher Besiz das Leben ist.Die Religiosität welche einen Theil ihres Wesensbildete, trug dazu bei über ihr Dasein einen himm-lischen Reiz zu verbreiten. Wie zart und karakteri-stisch war die Ansicht, wonach sie jedes nach ihresVaters Tod ihr zufallende Glük „seiner Vermitt-lung" zuschrieb, al- wenn er noch lebte! - Für sielebte er, im Himmel! — Friede ihrem schönen An-denken. Ihr Genie ist ohne Gleichen unter ihremGeschlecht, und sollte es je übertroffen werden, sowüste ein solches Wesen mehr oder weniger als einWeib sein.