eigenen Bildniß, das sie im Turban darstellt. Je-dcrma« k-ut diese Züge voll Ausdruk, wenn auchnicht voll Schönheit, mit den tiefen, dunkeln Augen.Man zeigt hier auch noch ihre Schreibtafel und ihrTintenfaß. Durch das ganze Haus weht ein Geistenglischer Behaglichkeit und stillen Wolstands. DasGeräth ist schlicht und einfach; — nichts stört denZauber des Orts, und kein unnöthigcr Prunk ziehtdie Gedanken von dem Genius, dem er gewidmetist, ab. Die Anlagen sind ungekünstelt, doch nichtausgezeichnet. Ein schmaler aber' sehr klarer Bachbegrenzt sie zur Rechten. Die höfliche Art einerBitte an das Volk um Schonung des Gartens ge-fiel mir ausnehmend. Der Bestzzer stellt „sein Gutunter den Schuz" Derer die ihn besuchen. Dies istder echte Geist aristokratischer Erziehung.
Unmöglich kann man von diesem Ort ohne da-Gefühl scheiden, daß er milde, unvergängliche Er-innerungen zurükläst. Frau von Stael war dermännliche Rousseau. All seine Begeisterung, ohneseine Weichheit, war ihr eigen. In der Beredsam-keit der Diktiou würde sie ihn übertroffen haben,wäre sie nicht zu beredt gewesen: sie parfümirtihre Weilchen und trägt ihren Rosen Roth auf. Aberihr Herz hlieb weiblich, wenn auch ihr Geist männ-lich war, und das Herz diktirte, während der Geistausschmükte. Ihr Raisonnemeut würde verstnmtsein, wenn man ihre Gefühle zum Schweigen ge-bracht hätte. Der Reiz und die Jrrthümer ihrer