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Die Gegend von Genf nach Ferney ist malerischund augebaut genug, um uns an der Richtigkeit derBeschreibungen zweifeln zu lassen, nach denen dieUmgebung des Ortes, ehe Voltaire sich dort uieder-ließ, eine Wüste gewesen sein soll. Mau naht sichdem Haus durch eine Allee. Links steht die berufeneKirche, welche Voltaire Gott errichtete (,,veo ere»!rVvlmire"). Es ist unter den Touristen Mode, sichüber diese Frömmigkeit zu wundern und sie mit denGrundsäzzen des Mannes im Widerspruch zu finden.Touristen sind aber selten gründliche Untersucher.Jeder, der nur im Geringsten mit Voltaires Schrif-ten kekant ist, muß wissen wie wenig er ein Atheistwar. Er hatte zn viel Verstand für eine solcheAnsicht.
Er war einer der schärfsten Beweisführer dendie Philosophie zu Gunsten des höchsten Wesensaufweisen kann, und so stark sein« Satire die Fana-tiker verspottet, so kommen sie, mit den Atheistenverglichen, doch noch gut weg. Sein Vifer für dasDasein Gottes führt ihn manchmal selbst über dasgesunde Urtheil hiuans, wie in jenem Roman, wovr. Ariend (Doktor der Theologie und Parla-mentsmitglied!) seine» Sohn Jenni, (welcheNamen uns dies« Franzosen -eben!) und JenuisFreund, Birton, in einer Disputation vor einer Ge-sellschaft von Wilden bekehrt. - vr. Friend besiegt