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Ohr. Einst ward ich Nachts durch das Geschrei undFluchen der Mannschaft aus dem Schlaf geschrektund eilte aufs Verdek: wir waren ans einen Felsengestoßen. Vs war ein schauerlicher aber, beimHeiland! ein herrlicher Anblik! Das stille, ruhigeMondlicht, die im Saphirglanze schlnmmerde Seeund inmitten der süßen, schweigenden Ruhe der Naturdreihundert und fünfzig Seelen im Begriff die Weltzu verlassen! Ich saß bei Seite und schaut« zu undhalf nicht. Ein« Stimme kroch wie da« Zischeneiner Natter an mein Ohr, ich wandte mich underblikte meinen Quäler; das Mondlicht fiel auf seinGesicht und es grinste vom trunkenen Lächeln desRausches und sein milchblauet Auge schimmerte under sagte: „Auch hier wolle» wir nns nicht trennen!"Kalt rann das Blut durch meine Adern und ichwürde ihn in's Meer geschleudert haben, das jeztschnell und schneller auf uns zuströmte; aber dasMondlicht beschieu ihn und ich wagtenicht ihn zu tödten. Jndeß wollte ich nicht da-bleiben um mit den Andern zu verderben, sprangallein vom Schiff und schwamm nach dem Felsen. Ichsah einen Hai nach mir schnappen, aber ich wich ihmaus und einen Augenblik nachher hatte er genug »mseinen Schlund zu sättigen. Ich hörte ein Krachenund einen wirren, wilden Aufschrei der Angst, derTodesangst von dreihundert und fünfzig Herzen,welche eine Minute später still standen, und ich sprachmit tiefer Freude in meiner eigenen Brust: „Seine