nur eine alte Dame, die mir Erlaubniß gegeben hat,Thee mit ihr zu trinken."
Nach einigen weitern Einreden verstand sich Nu-geut dazu. Die beiden Herren begaben sich in einkleines Haus im Regents-Park. Sie wurden in einGesellschaftzimmer geführt, wo sie eine blinde alteFra» von heiterer Miene und gewinnendem Be-nehmen fanden,
„Und wie befindet sich Ihr Sohn?" fragte derObrist, nachdem die ersten Begrüsungen vorüber wa-ren. „War er neuster Zeit bei Ihnen?"
„Neuster Zeit bei mir? Ach, Sie wissen ja,daß er selten einen Lag Vorbeigehen läst, ohne michzu besuchen oder mir zu schreiben. Obwol er nichtsvon mir zu hoffen hat, obwol ich in Folge meinesWitthums einem Mann von seinem beschränkten Ein-kommen und vielfachen Weltumgang nothwendig eineLast sein muß, bewies er mir doch seit dem Unglük,das meine Blindheit nachzog, eine Aufmerksamkeitund Zärtlichkeit, wie sie nur immer die reichste undunabhängigste Mutter in England ansprechen kann.Mit Freuden entsagt er der heitersten Gesellschaftum zn mir zu kommen und mir vorzulescn, so baldich im Geringsten unwol oder niedergeschlagen bin.Er verkaufte seine Pferde um Miß Blondly z» be-zalen, da mein eigenes Einkommen zur Bestreitungdes Honorars nicht hinreichte, das eine so ausge-zeichnete Musiken» loderte, um meine Gesellschafterinzu werden. Musik bildet, wie Sie wissen, jczt