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Obrist Nelmore war ein Mann, der einige undfünfzig Jahre auf sich trug. Er hatte Unglük inseinem Leben erfahren und einen grosen Theil derharten Wirklichkeiten des Lebens gesehen. Aber erhatte nicht umsonst gelitten und gelebt. Er warkein Theoretiker und spielte nicht den Philosophen;aber er war zufrieden mit einem kleinen Auskommen?nahm bei einem eingezogenen Leben Antheil an denInteressen des Volks, verband mit Liebe zu denStudien eine feine Beobachtungsgabe und that vorAllem vieles Gute gerade deswegen, weil er sich ankein besonderes System hielt.
„Ja," sagte Nugent, als sie nach Tisch bei-sammen saßen, und der jüngere Mann dem ältern?der seines Vaters vertrautester Freund gewesen,Alles enthüllt ^attr, was ihm das beispielloseste Un-glük dünkre, — als die Treulosigkeiten Balfours,die Falschheit Charlottens und die Schurkereien Gil-pins wiederholt waren - „ja," sagte er, „ich sehejezt meinen Jrrthum ein; ich liebe meine Mitmen-schen nicht länger; ich verlasse mich nicht weiter aufdie Liebe, Freundschaft, Wahrhaftigkeit oder Tugendder Welt; ich werfe mich fürder nicht mit offenem.Herzen in diese grose Schurkengilde; ich will dieMenschen nicht fliehen, aber ich will sie-verachten."
Der Obtist lächelte. „Nehmen Sie Ihren Hnt,junger Freund, und statten Eie mit mir einen kleinenBesuch ab: — nein, keine Entschuldigung; es ist
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