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beiten lassen. Aber bemerkt, wegen welcher Tu-genden die Armen immer gepriesen werden: Fleiß,Ehrlichkeit und Zufriedenheit. Die erste Tugendwird zum Himmel erhoben, weil der Fleiß den Rei-chen Alles liefert, was sie haben; die zweite, weildie Ehrlichkeit verhütet, daß ihnen von Allem waSsie haben Nagelsgroß wieder genommen wird; unddie dritte, weil die Zufriedenheit die armen Teufelabhalten soll, etwas gegen ein Schicksal einzuwen-deu, das für dieienigen, welche dabei gewinnen,so behaglich ist. Dreß, meine Schüler, ist die Sitt-lichkeit, welche die Reichen den Armen beibringcn.
Nacheiferung.
Der große Irrthnm bei der Nacheiferung be-steht darin: wir wollen es den Wirkungen glcich-thun, ohne die Ursachen zu untersuchen; wenn wirvon den großen Thaten eines Mannes lesen, so sindwir gleich im Feuer, ähnliche Unternehmungen aus-zuführen, ohne uns erst eine genaue Kcnntniß derEigenschaften zu verschaffen, welche unser Vorbildzu den Thaten, welche wir bewundern, befähigten.Könnten wir diese anfstnden: wie oft würden wirentdecken , daß sie ihren Entstehungsgrund in einergewissen körperlichen Stimmung, einer gewissen Ei-genthümlichkeit der Leibesbeschaffeuheit hatten, unddaß wir, wünsche» wir dieselben Erfolge hervor-znbringen, die Beschaffenheit nnserS Körpers un.tersuchen sollten, statt die Fähigkeiten unsers Gei-