Druckschrift 
7 (1834)
Entstehung
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Ihre Unterredung war leise, denn der Aufseher standganz in der Nahe, und sie wurde durch Lucienskrampfhaftes Schluchzen unterbrochen- Aber dieStimme desjenigen, dessen eiserne Nerven dem Ab-kömmling William Brandons keine Uuehre machten,war, wenn gleich zu einem Flüstern, das kaum seineLippen bewegte, gedämpft, ihrem Ohre deutlich undvernehmlich. ES schien, als ob Lucie, tief insHerz erschüttert, durch den Edelmuth, womit ihrGeliebter sich damals von ihr losgeriffcn hatte, woihr Vermögen ihn hätte in einem andern Landeüber alle Gefahren und Verbrechen seiner Laufbahnin England erheben können jetzt erst und ihremganzen Gewicht nach die Grunde feines räthselhaf-ten Benehmens begreifend, durch das Verwandt-schaftsverhältniß erweicht, und sich selbst gänzlichvergessend über die trostlose, finstere Lage einesMannes, der, was auch seine Verbrechen seyn moch-ten, gegen sie sich nicht als Verbrecher benommenhatte: eS schien, als ob hingerissen von all diesenEmpfindungen, sie sich ganz der Zärtlichkeit undHingebung, die in ihrem Wesen lag, überlassen,daß sie den Wunsch gehabt hätte, Heimath, Freundeund Glück zu verlassen und mit ihm seine Strafeund Schande zu theilcn.

Warum," stammelte sie,warum, warumnicht? wir sind allein uns einander in der Weltübrig geblieben. Dein Vater und der meinigc wa-ren Brüder, laß mich die Schwester seyn. Was