Druckschrift 
7 (1834)
Entstehung
Seite
7
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wußte» Ernst der Zerstreuung in das Helle Feuerstarrte. In diesem Augenblick stimme eine ganzeLegion von düstern Gedanken in schneller Aufein-anderfolge durch seine Seele. Sein früher Ehr-geiz, seine unglückselige Heirath, die Ursachen sei-nes spätcrn Steigens in der unrichtig nrtheilendenWelt, das erste Aufdämmern seines Rufs, seinereißenden und schmeichelhaften Fortschritte, seinejetzige Erhebung, seine sehnsüchtige Hoffnung aufnoch viel höhere Stellen, »ach aristokratischen Eh-ren alle diese Bilder schwebten ihm in einerMischung von Licht und Schatten vor: aber numergesellte sich zu ihnen Eine beunruhigende dunkleErinnerung der Verlust seines einzigen Sohnes.

Weil mit seinem Ehrgeiz sich der Wunsch ver-flocht, den Stolz seines anererbten Namens wiederzu beleben, machte ihn jeder Zuwachs an Vermö-gen oder Ruhm nur noch begieriger, den Einzigenanfzufindcn, der diese hohlen Auszeichnungen beiseinem Geschlecht ans die Dauer erhalten konnte.

Ich werde ihn doch noch entdecken!" bracher plötzlich laut ans. Bei diesen Worten durch-schauerte ein rascher heftiger krampfhafterSchmerz seinen ganzen Körper, und firirte sich danneinen Augenblick auf seinem Herzen, wie wenn sichein Raubvogel daran ankrallte; er gieng vorüberund darauf folgte eine tödtliche Erschöpfung. Vran-don stand auf, füllte sich ein großes Glas mit Was-ser und trank es hastig. Die Erschöpfung gieng