Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
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macht, wenigstens sich seine Liebe lebenslang er-halten. Trotz einer Saat von unglücklichen Gemüths-eigenschaften machte ihn doch schon seine kräftigeNatur tiefer Empfindungen und edler Aufwallungenfähig. Wer sich auf ihn verließ, war sicher wersich gegen ihn auflicß, konnte nur auf die Launeseiner Menschenverachtung rechnen. Während derzwei Jahre jedoch kämpfte die Liebe, obwohl mitjeder Stunde mehr ermattend, noch immer in derBrust beider fort, und man konnte kaum behaupten,Laß sie bei dem Weibe ganz überwältigt gewesen sey,sogar als sie mit ihrem schönen Verführer entlief.Ein französischer Schriftsteller hat bündig genug ge-sagt:Mao vergleiche einen Augenblick die Fühl-losigkeit eines Ehmann» mit der Aufmerksamkeit,der Artigkeit, der Huldigung eines Liebhabers: kannman über das Resultat im Zweifel seyn?" Dießsagt ein französischer Schriftsteller; aber Mrs.Welford hatte in ihrer Gcmüthsart viel von einerFranzösin. Ein leidender Patient, jung, schön, wohlbewandert in den Künsten der Jntrigue, contrastirtefreilich mit einem grämlichen Ehmann, den sie nieverstanden, länge gefürchtet, und in der letzten Zeit,sie wußte selbst nicht, ob nicht gar mit Widerwillenangesehen hatte; - ach! ein weit schwächerer Con-trast hat manches weit bessere Weib zur Beute derAdvokaten gemacht! Mrs. Welford entlief; aber sieempfand eine wiederauflebende Zärtlichkeit gegenihren Gemahl noch an dem Morgen wo sie dieß that.