ehesten die Gefühle nähren und unterhalten würde,aus welchen jene entsprang. Sie war mit ihm ge-flohen. Sic hatte in eine heimliche Ehe gewilligt.Sie hatte einen glücklichen Monat mit ihm verlebtund dann verschwand die Täuschung. Mrs. Welfordwar nicht die Frau» welche einen der Täuschunggleichen Reiz und Zauber der Wirklichkeit zu geben,»der in ihr zu finden vermochte. Sie war gänzlichunfähig den tiefverschlungcnen und gefährlichen Cha-rakter ihres Gemahls zu begreifen. Sie besaß wederden Schlüssel zu seine» Tugenden, noch den Zauber-spruch gegen seine Fehler. Auch war der Zustand,zu welchem ihre Armuth sie nöthigte, nicht eben eingünstiger für jene zarte Grübelei, die. durch Zer-streutheit gesteigert und in behaglichem Müsssgganggehegt, so oft dem Liebenden das Geheimniß deswahren Wesens der Geliebten entdeckt. Obwohlihrem Gemahl an Stand und Ansprüchen nicht gleich,hatte sich Mrs. Welford doch an gewisse Bequemlich-keiten des Lebens gewöhnt, welche oft von Personender geringeren Stände mehr empfunden werden, alSvon Angehörigen der höher» Klassen, die, wenn fleeinmal Eine Art des Lurus aufgeben, oft gern aufalle verzichten. Eine vornehme Dame kann sich mehrBeschwerden aussehen als ihre Kammerfrau, undjeder Gentleman auf Reisen lächelt bei den Entbeh-rungen, über welche sein Kammerdiener sich entsetzt.Armuth und ihr grausames Gefolge erzeugten eineganze Schaar von kleinlichen Zänkereien und ver-
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