Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
91
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mehr zu den gespitzten Ohreu seiner uni ihn sehrbesorgten Nachbarn; und Zweifel, Neugier, Der-muthnngen beruhigten sich endlich bei der Annahme,daß die Verzweiflung ihn zum Selbstmord getrieben-Obgleich die unglückliche Mrs. Welford in derThat von flüchtiger und leichtfertiger Sinnesart war,und besonders mit persönlicher Eitelkeit sehr begabt,war sie doch nicht ohne heiße Neigungen und heftigeEmpfindungen. Ihre Heirath war eine Sache derLiebe gewesen, das heißt von ihrer Seite: einerLiebe wie sie gewöhnlich bei Mädchen ist, welchenicht sowohl mit wirklicher, natürlicher Empfindunglieben, als überrascht von einem schnellen Eindruck.Ihre Wahl war auf einen Mann gefallen, der sei-ner Geburt nach über ihr stand, uad in Person undBenehmen sich vor Allen auszeichnete, mit welchensie gewöhnlich umging. So hatte ihre Eitelkeit ihreNeigung verstärkt und etwas Sonderbares und Er-centrisches in der Gemüthsart und im Geist WelfordShatte, wenn gleich es zu Zeiten ihre Furcht erregte,viel beigetragen, ihre Einbildungskraft zu entflam-men. Und dann war er auch, obwohl kein schmeich-lerisch-tändelnder, so doch leidenschaftlicher undschwärmerischer Liebhaber. Sic empfand es, daß erihr zu lieb Vieles aufgab, was er zuvor als durch-aus nothwcndig zu seinem Daseyn angesehen hatte;und sie hielt sich nicht dabei auf zu untersuchen, wiefern es wahrscheinlich sey, daß diese Hingebungdaure, oder welches Betragen vo» ihrer Seite,am