Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
90
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so

ganzen Natur, außer Einer Leidenschaft, Hab' ichbisher Gewalt angethan; diese Leidenschaft soll hin-fort meine Sklavin seyn, mein einziger Gedanke derEhrgeiz, mein einziges Verlangen die Welt!"

Ließ war das Selbstgespräch eines Mannes, dendie gesellschaftlichen Einrichtungen der Welt gleich-sam systematisch zum vollendeten, niederträchtigenBösewicht zu machen, verschworen schienen, undnachdem er damit zu Ende war, stieg Welford lang-sam die Treppen hinan, und ging wieder in seinSchlafzimmer, wo seine Gattin noch schlief; ihreSchönheit war von jener holdseligen, mädchenhaftenund harmonischen Art, welche von Liebhabern undDichtern mit dem Ausdruck engelgleich bezeichnetwird; und als Welford ihr vom Schlaf gcröthetesund beinah verklärtes Angesicht betrachtete, hätteman vielleicht eine gewisse Weichheit und Unentschlos-senheit in den scharfen Linien seiner stolzen Zügewahrnehmen können. In diesem Augenblick bewegtensich, gleichsam um beiden für immer den Rückwegzur Hoffnung und zur Tugend abzuschneiden, ihreLippen und sprachen Ein Wort aus es war derName von Welfords vornehmem Gaste.

Ungefähr drei Wochen nach diesem Abend ent-lief Mrs. Welford mit dem jungen Edelmann, undam nächsten Morgen nach diesem Vorfall verschwandder verwirrte Ehmann mit seinem Kinde für immeraus der Stadt-. Von diesem Tag an gelang-

ten durchaus keine Nachrichten über sein Schicksal