Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
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liche Retsch seinem Erzfeind der Menschen gegebenhat. So ausgesprochen, so trinmphirend, so stolzwar die Verachtung auf Welfords finstern und star-ken Zügen, daß, obgleich er in einer Lage war, wodas Lächerliche meist auf den Gemahl fällt, es dochder Liebhaber und die Frau waren, welche dem Zu-schauer als die Erniedrigten und Unbeneidenswerthenerschienen seyn würden.

Nach einer augenblicklichen Pause trat Welsordmit schweren Schritten näher die Frau fuhr er-schrocken auf; aber mit einem freundlichen, schmei-chelnden Ausdruck, der seit seinem Aufenthalt in der

Stadt-selten auf seinem Angesicht zu sehen

gewesen war, redete der Wirth die beiden an, lä-chelte gegen die Wärterin und beglückwünschte denPatienten wegen seiner Fortschritte in der Genesung.Der Edelmann, wohlbewandert in den Sitten derWelt, antwortete leicht und munter, und das Ge-spräch ging lustig genug fort, bis die Frau, welchein sich gekehrt und allein da saß, dann und wannverstohlene, scheue Blicke auf ihren Gemahl undandere, sanftere auf den Patienten werfend, sich ausdem Zimmer zurückzog. Dann gab Welford der Un-terhaltung eine neue Wendung; er erinnerte denEdelmann an die vergnügten Tage, welche sie inItalien verlebt, an die Abenteuer die sie getheiltund die Jntriguen woran sie sich ergötzt hatten; alsdas Gespräch wärmer wurde, nahm er einen freier»und leichtfertigeren Ton au; und nicht wenig, glau-