Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
67
Einzelbild herunterladen
 

87

»der Soldat zu werde«; auch verlangte ich nichtblos zu leben, oder auch behaglich zu leben, sondernich wollte in den Besitz von Macht und Ansehen kom-men, und so lehnte ich diese Anerbietungen ab. An-dere meiner Freunde hätten mit dem größten Ver-gnügen mich in ihr Laus ausgenommen, mir Festegegeben, mit mir gescherzt, wären mit mir geritten aber weiter auch nichts! Aber ich hatte bereitsso viel Einsicht, um zu begreifen, daß wenn Einerdurch Kunst und Gewandtheit zur Auszeichnung sich«mporschwingt, es nicht mit Bedienten-Schritten ge-schehen darf. Man muß Gunstbezeugungen und Gön-nerschaft-» annehmen, aber mit der Art eines un-abhängigen Mannes. Sv wurden mir meine altenFreunde unbrauchbar, meine Geseyesstudien verhin-derten mich, neue zu gewinnen, ja sie entfremdetenmich den alten; denn die Leute mögen sagen, waSsie wollen, daß die Gleichheit der Ansichten dasHaupterfordcrniß zur Freundschaft sey; die Gleich-heit der Lebensweise ist es weit mehr. Der, mitdem du ißst, frühstückst und zusammenwohnst, gehst,reitest, spielst oder stiehlst: der ist dein Freund!nicht der, welcher den Virgil eben so liebt wie du,und mit dir in der Bewunderung Ländels zusam-mcnstimmt. Meine Hanptbcute indes;, Lord Maule-verer, war weg; er hatte die Duleinea eines Ander»entführt und in Italien einen Schlupfwinkel ge-sucht; seitdem habe ich von ibm nichts mehr gehörtund gesehen und kenne selbst seinen Aufenthalt nicht.

k -