Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
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men? Deine Mutter hat mich gebeten und DuDu hast es angehö t und nichts gesagt! O! Aderdas war mädchenhafte Zurückhaltung mar esdas? und mädchenhafte Zurückhaltung vermochteDich auch, ein Buch zu ergreifen im Augenblick, woich Dich verliest, als gäbe meine Gesellschaft nureine gewöhnliche Unterhaltung, der mau sogleich ein»andere folgen lassen must. Seit i ch Dich gesehen habe,find Gesellschaft, Bücher, Essen Alles mir verhaßt;aber Du, th-nreJulie,Dn kannst lesen, kannstDu es?Nun aber, als ich Dich verließ, verweilte ich noch vordem Fenster des Gesellschastzimmers stundenlang, biszur Dämmerung, und Du schlugest auch nicht Einmaldie Augen auf und sahst mich nicht hin und hergehen. Wenigstens, dachte ich, werdest Du doch aufmeine Tritte gehorcht haben, als ich dein Haus vec-ließ; aber ich irre mich, reihende Mvralistin! nachdeinen Grundsätze» wäre eine solche Aufmerksamkeitgemein gewesen!"

An einer andern Stelle des Briefwechsels suchtesich ein noch ernsterer, wen» nicht tieferer Strom vonEmpfindungen Lust zu machen:

Du sagst, Julie, wenn Du Einen heirathen soll-test, der so viel an das denkt, was er deinetwillenanfgicbt, und von Dir eine eben solche ungeheureErwiederung seiner Liebe verlangt, so müßtest Duwegen des zukünftigen Glücks von uns beiten zit-tern. Julie, die Alltäglichkeit einer solchen Besorg-niß beweist mir, daß Du nicht wahrhaft liebst. Ich