Druckschrift 
6 (1834)
Entstehung
Seite
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Die vor Brandon liegende Correspondcnz schildertemannigfache Empfindlingen, aber alle gehörten inEine Claffe; das Meiste waren offenbar Antwortenans Briese von ihm. Das cinemal antworteten siezärtlich auf Ausdrücke der Zärtlichkeit, aber ließeneinen Zweifel blicken, ob die Schreiben» im Stan-de scyn würde, sein künftiges Glück zn sichern, nndihm Ersatz zu bieten für gewisse Opfer hinsichtlichder Geburt und des Vermögens und ehrgeiziger Aus-sichten, worauf sie hindeutete; zu audern Zeiten schieneine Ader geheimer Coqucttcric den Styl zu durch-drungen; ein unbeschreiblich kaltes und zurückhalten-des Wesen contrastirtc gegen frühere Stellen derCorrelpondenz und war ganz geeignet, demLeser denEindruck zn machen, daß die Gefühle des Liebhabersnicht ganz mit gleicher Innigkeit erwiedert wurden.Häufig warf ihm die Schreiberin, als wäre Bran-do» selbst auf diese Vermuthung gekommen, seinenunbilligen, eifersüchtigen und unwürdigen Verdachtvor, und der Ton des Vorwurfs war in jedem Brief einanderer, bald munter und satirisch, bald sanft undentschuldigend, dann wieder scharf und abwägendund oft stolz nnd unwillig. 2» der ganzen Corre- ispoudeuz jedoch von Seiten der Geliebten, prägte sicheine hinreichend scharfe Individualität ans, um einenfeinen Beobachter ziemlich befriedigende Blicke in denCharakter der Verfasserin werfen zn lassen. Er würdevielleicht das Urtheil gefällt haben, sichabe ein lebhaf-tes und feuriges Gefühl, aber für gewöhnlich eine