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wann noch mit dem Andenken eines geschiedenen Ge-liebten sich beschäftigen nmg, so wird sie dies; wohlin dem Fall unterlassen, wenn ans seinem Andenkeneine Schmach lastet. Liebe ist nichts anderes als be-friedigte Eitelkeit; verwände die Eitelkeit, so zer-störst dn die Liebe. Lncie wird sich gcnöthigt se-hen, nachdem sie in der Wahl eines Geliebten so un,glücklich war, i» der Wahleines Gatten desto klüger zuscyn— um sich bei sich selbst wieder in Achtung zu sehen."
„Und deßwcgen sind Sie ihrer gewiß!" sagteBrandon ironisch.
„Dank meinem Stern, — meinem Hoseuband— meinem Vorfahren, dem ersten Baronen undmir, dem ersten Grafen, —ich hoffe cs zu seynl"sagte Manleverer und das Gespräch kam aufandere Gegenstände. Manleverer blieb nicht mehrlange bei dem Richter, und Brandon, nun allein,machte sich wieder an seine Briefe.
Wir können uns kaum vorstellen, welche Empfin-dungen in Einem, der Brandon nur in seinen spä-tern Zeiten kannte, anfgcstiegen wären, hätte erdiese Briefe, die einer so viel früher» Zeit ange»hörten, gelesen. In dem heftigen, und wenn wirso sagen dürfen, dürren Charakter dieses Manneslag so wenig, was einen Gedanken an Liebedienereioder jugendliche Galanterie erweckte, daß ein Brief-wechsel dieser Art beinahe so unnatürlich erscheinenkonnte, als die Dichtungen von der Liebe der Pflan-zen, oder den zärtlichen Neigungen der Gesteine.