Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
143
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diesem Umstand unbekant war, fügte ich keineweitere Bemerkung bei.

Das Testament sollte in dem kleinen Zimmerverlesen werden, wo der Oheim sich in der Regelaufzuhaltcn pflegte. Die Wahl dieses Orts fürein solches Geschäft kam mir wie eine Entweihungseines Andenkens vor, doch sagte ich nichts. Ge-rald und meine Mutter, der Rechtsgclchrte (einbenachbarter Advokat Namens Oswald) und ichwaren allein gegenwärtig. Herr Oswald räuspertesich dreimal und erbrach das Siegel. Nach einemden Erblasser sehr bezeichnenden Vorwort kam erzu der Vertheilung der Güter. Seit dem Todmeines armen Oheims war mir der mögliche In-halt seines leztcn Willens gar nicht in den Sinngekommen; ja, bei dem Bewustsein wie aus-schlicslich ich sein Liebling gewesen, hält'ich, selbstwenn meine Gedanken auf diesen Gegenstand ge-fallen wären, gar keinen Zweifel über das Ergeb-nis unterhalten können. Was glich daher meinemErstaunen, als unter Ansdrükcn der innigsten Zärt-lichkeit die ganze Hauptmasse an Gerald vermachtwurde; al-S Aubrey vierzig und mir zwanzigtausend Pfund zufielcn, ein Kapital das beträcht-lich geringer war, als ein einziger Jahresabwurfvon den fürstlichen Gütern des Oheimü. Sofortfolgte ein Verzclchniß kleinerer Vermächtnisse:meiner Mutter ein Jahrgcld von dreitausend Pfund,mit der Einräumung einer Akmmerreihe im