rcn Linie hingcwandelt; aber nie Hab ich den Le-benden ein Leid gethan, oder den Tobten etwasUebles nachgesagt, oder mein Herz gegen die Ar-men verschlossen: — solch eine Sünde auf demGewissen würde mich hcis brennen. — Und alleMenschen und alle Dinge Hab ich geliebt, und nieHab ich einem Geschöpf übel gewollt. Der armePonto, Morton, Du wirst für den armen Pont»sorgen wenn ich todt bin. Nein, nein, nimmsnicht so schwer. Geh, mein Lund, geh, faß Dichwabrcnd ich den Geistlichen zu mir lasse, demidamit werd ich Deiner guten- Mutter einen Ge-fallen thun. Jczt denkt sie Arges von mir, aberich mochte nicht daß sie morgen noch eben so dächte.Geh, mein guter Junge, geh."
Ich verließ das Zimmer und wartete vor derThür, bis das Amt des Priesters vorüber war.Gleich darauf trat meine Mutter heraus und sagteSir William wolle ein wenig schlafen. Noch hattesie nicht geendet, als mich Gerald durch seine Er-scheinung überraschte. Ich erfuhr daß er schonseit drei Tagen im Haus sei und mustc unwill-kürlich Montrcuils Begegnung damit in Zusammen-hang bringen. Aus der Ferne her grüste ich ihnund er erwicderte meinen Grus mit gleichem Stolz.Uebrigcns schien er meine Rührung, wenn auch ingeringerem Grad, zu theilen, und mein Herz wurdedaher sanfter gegen ihn gestimmt. Gleichwolblieben wir fern von einander stehen und begeg-