Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
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mir zu zart für jede schriftliche Mitlheilung; da-her denn Jener, wenn er mir zum Verschob derHeirat anrieth, nichts von der NothwendigkcitwuSte, welche den Rath unbennzbar machte. Sobefand ich mich also in der Verlegenheit entwedersogleich zu heiraten und durch eine dem Anscheinnach höchst rasche, beleidigende Verlczung dcS An-stands einen Menschen den ich so sehr liebte, wiemeinen Oheim, zu erbosen, zu kränken, und, nachseiner Auslegung meiner That, zu verachten;oder die Heirat aufzuschicben, mich von Jsora zutrennen und meine künftige Gattin den boshaf-ten Folgerungen preis zu geben, die nothwendigaus einem wochcnlangen Aufenthalt unter meinemDach abgeleitet werden muSten. Eine solche Thal-sache etwa verheimlichen zu wollen war nichtmöglich. Bedienten wie verhaSt ist mir diesesGezücht! haben mehr Jungen als Argus Au-gen , und in jugendlichem Uebcrmuth hatte ichmein ganzes Haus mit dieser Pest der Gesellschaftgefüllt. Der leztcrc Ausweg war unmöglich, dererste höchst peinlich. Gab es keinen dritten? Nochblieb eine geheime Heirat übrig. Solche be-gegnete zwar nicht jedem Uebclstand, aber sieräumte doch manchen aus dem Weg: sie befrie-digte die Ungeduld meiner Liebe, stellte Jsora un-ter einen sichern Schuz, gab, sobald der kirchlicheAkt bekannt wurde, ihrer Ehre eine Hut und ei-nen Halt, und umging die scheinbare Undankbarkeit