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Dir einige leichte Dienste zu thun, die nur Frauenthun können. Sie ist gekommen, Dich zu war-ten, Deine Schmerzen zu lindern, für Dich zubeten, und bis Du sie wieder fortschikst DeineHandlangcrin, Deine Sklavin zu sein."
Ich wollte antworten, sie legte jedoch denFinger auf die Lippen und verschwand; aber vondieser Stunde an heilte meine Vcrlezung; meinFieber erlosch, und so oft ich sie um mein Betther schweben oder mich beobachten sah, oder fühl-te, wie ihre kühlen Finger den Dunst von meinerStirn wischten, oder wenn ich meine Arznei oderNahrung aus ihrer Hand nahm, schien das Blutmit neuer Kraft durch meine Adern zu fliesen, unddeutlich empfand ich, wie ein frisches köstliches Le-ben — ein Leben voll Jugend, Leidenschaft undHoffnung, an die Stelle des unbestimmten dum-pfen Daseins trat, das ich bisher geführt.
In dem geheimnisvollen Wesen der Sym-pathie liegen seltsame Widersprüche. Mansollte glauben, die Beschreibung einer Sache, beiwelcher alle Menschen am ehesten bctheiligt sind,müste auch die groste Theilnahme finden; den-noch würden wol nur wenige Menschen die Ge-schichte eines Krankenbettes mit vieler Aufmerk-samkeit anhoren. Und welch wonnige Erinnerungbieten gleichwol diese fortschreitenden Stufen von derGefahr zur Genesung für alle Diejenige, welchedieselben hlnaufgestiegen sind! Und Wer hat nicht