Druckschrift 
3 (1834)
Entstehung
Seite
75
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empfing mich mit schwachem, krankhaftem Lächelnund suchte die Spuren ihrer Thräncn zu verbergen.

So," rief ich,dieser übcrmüthige Verfol-ger hat Deinen Aufenthalt entdekt, Dir aufSNeue Schmach angethan, oder Besorgnis; erregt?Er wird es nicht wieder thun! ich will ihn mor-gen aufsuchen, und keine Blutsvcrwandschaft sollmich hindern...."

Morton, theurcr Morton!" erwicdcrte Jso-ra in groscr Bestürzung, und doch mit einer ge-wissen Entschlossenheit in den Zügen:Hör mich!cs ist wahr, dieser Mensch ist hier gewesen,es ist wahr, daß er, furchtbar und schrcklich wieer ist, mich in Angst und Unruhe gcsezt hat;aber es war blos um Deinetwillen, Morton,Lei der heiligen Jungfrau, es war blos um Dei-netwillen !Im Augcnblik" " sprach er, und seineStimme fuhr mir schaudernd durchs Herz wie einDolch,im Augcnblik wo Morton Dcvcrcur cnt-dckt, Wer sein Ncbenbuler ist, ist sein Todes-urthcil unwiderruflich besiegelt!""

Hochmüthiger Prahler!" rief ich und meinBlut kochte von jener grimmigen Wuth," die beider natürlichen Jachhcir meines Temperamentsselbst eine viel geringere Ursache angeregt habenwürde.Glaubt er mein Leben hänge von sei-nem Gutdünken ab, daß er mirs schenken oderentziehen könne? Laß meine Hand los, Jsora,laß sie los! Ich sag Dir, jezt, in der Minute