Sy
mälde stellt den Grafen imNegligs vor. Das Ge-sicht zeigt eine entschiedene, obwol keineswegsauffallende Schönheit. Die Nase hat eine Adler-form, die Oberlippe ist kurz und scharf, die Au-gen sind grau, und die Stirn, beiweitem derschönste Thcil des Gesichtes, ist besonders hoch,breit und massiv. Der Mund hat nur wenig An-ziehendes; er ist streng, kaustisch, und wird durchdie starke Zusammenpressung der Lippen fast un-angenehm. Der grose überwiegende Ausdruk desGanzen ist Kraft. Das Aug — die Stirn — dieWendung des Kopfs — die aufgewekte. durchdrin-gende Miene — all Das erscheint auffallend kühn,belebt ja sogar verwegen. Dieser Ausdruk bildeteinen merkwürdigen Gegensaz gegen einnnderes, inspäterer Lebenszeit entworfenes Bild dcS Grafen,das sich ebenfalls in meinem Besiz befindet« Lei-deres Portrait stellt ihn in einer fremden, mitmehreren Orden geschmükten Uniform dar. DereigenthümlichcZug vonSpott um den Mund ver-birgt sich unter einem langen, diken Schnurbartvon weit dunklerer Farbe als das Haupthaar; (aufbeiden Gemälden ist .nämlich, wie auf JervasBild von Lord Bolingbroke. das.Haar durch dieMode jener Zeit nicht entstellt). Ucber die eineWange herüber zieht sich eine leichte Narbe,wie von einem Säbelhieb. Der ganze Karaktcrdieses Portraits unterscheidet sich bedeutend vondemjenigen des jüngern Bildes. Keine Spurdes Feuers, der Lebhaftigkeit, die in dem Gesichtdes zwanzigjährigen Jünglings so auffallend her-vortraten. ist in dem ruhigen, gcsezlen. festen,aber etwas strengen Gepräge wieder zu siaden,das über die bleichere Farbe uno die vorspriugen-