Druckschrift 
8 (1835)
Entstehung
Seite
117
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seinem Antlitz, die Lippe bebte und Thräuen standenin seinen Augen: dicß war die einzige Schwäche dieer verricth, und dieß seine letzten Worte.

Selbst während der Strick um seinen Hals ge-knüpft wurde blieb Crauford stumm und bewußtlosfür Alles, was um ihn vorging. Es hieß, seinPuls Tags zuvor der eines ungewöhnlich gesun-den, kräftigen Mannes sey so schwach und leisegeworden, daß man ihn eine Stunde vor der Hin-richtung nicht mehr fühlen konnte. Er und der Creolewaren die Einzigen, welche die Glieder verzogeu;Wolf starb, dem Anschein nach, ohne Kampf.

Von diesen fieberhaften, furchtbaren Auftrittenwendet sich das Gemüth mit dem angenehmen Ge-fühl der Erleichterung ab, um das Glück einesMannes zu betrachten, dessen offene, edle Natur undwarme Liebe das Schicksal, das schon längst seineFreundin war, endlich gekrönt hat.

An einem Abend, in der ersten Blüthc des wieder-kehrenden Lenzes, zog Lord Ulswater mit seinerschönen Braut in seine prachtvolle Herrschaft ein.Infolge des unerwarteten Todes seines Bruders wares sein Wunsch und Be fehl gewesen, bei Gelegenheitseiner Vermählung keine öffentliche Feierlichkeiten an-znordnen; aber der gute alte Hausmeister konnte esnicht über sich gewinnen, dem ersten Gebot seinesneuen Herrn genau Folge zn leisten, und als derWagen durch das Parkthor rollte, standen dichteHaufen zu Gruß und Schau versammelt.