Druckschrift 
8 (1835)
Entstehung
Seite
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Kraft Ihrer Jahre, auf der Mittaghöhe Ihres Glücks,auf dem Gipfel Ihrer Geistesfülle uud Ihres Wis-sens; es bedarf nur einer Anstrengung, um zu diesenGütern das nachhaltigste von alleu zu gesellen-den Ruhm!"

Nun," rief Mordaunt, und sein Gesicht leuch-tete einen Augenblick auf,der Versuch soll gemachtwerden. Ich behaupte nicht, niemals Ehrgeiz em-pfunden zu haben. Kein Mann sollte damit prah-len; denn oft gibt er unserer schwachen, an die Erdegefesselten Tugend sowohl Waffe als Schwinge;wenn aber der Boden erschöpft ist, stockt die Ernte,und haben wir unsre Herzen zu einer Ucberfülleangestrengt, scy cs von verweltlichen Blüthen odervon dauernden Früchten, so gedeiht die Saat derNachhoffnung nur kümmerlich und langsam. Meinfrühestes Idol war Ehrgeiz; später kamen andereGötter, Liebe und Wissenschaft, und zuletzt der Wunschwohlzuthun. Dieses Verlangen kann man ebenfallsEhrgeiz nennen: lassen wir cs jedoch als eine vonjenem gesonderte Leidenschaft gelten. Ehrgeiz möchteich den Durst nach Ruhm nennen, sey er gut oderschlimm; die Begierde nach Wohlthun aber lehrt unsnach uud nach ihr Ziel eben so gut im Verborgenenals des Beifalls halber verfolgen. Die Wissenschaft,die uns eine weite, der Menge unbekannte Welt er-schließt, seht über diese Welt auch ihren eigenenRichter, und ihre Jünger, stolz nur dem eigenenBnlwer's Romane. XlssV, 6