too
den geathmet, zum erstenmal und für immer kalt,kalt selbst für ihn, werden sollte.
„Du wirst leben — Du wirst leben," riefMordaunt in wilder, ungläubiger Verzweiflung —„leben ans Barmherzigkeit! Du, die mein Engelder Hoffnung gewesen, verlaß mich nicht - o Gott,v Gott! verlaß mich nicht jetzt!"
Aber bereits war das treue, liebende Herz taubfür seine Stimme, und dunkelnd und rasch zog derNebel über das Auge, das ihn noch stets mit un-ersterbender Zärtlichkeit durch die Nacht und Qualdes Todes suchte. Sinne und Bewußtseyn warengeschwunden und dämmerige, wirre Bilder jagtenum ihre Seele, noch einen kleinen Augenblick loSgelassen, ehe sie in die Tiefe und das Schweigenversanken, worin die Vergangenheit begraben liegt.Aber immer uoch dcS Freundes gedenkend, und festund fester die Erinnerung an ihn umklammernd,drückte sie die eisige Hand, die sie hielt, fest an dieBrust. „Deine Hand ist kalt, Theurer, — sie istkalt," sprach sie schwach, „aber ich will sie hierwärmen!" — Damit entflog ihr Geist und Mor-daunt fühlte nachher auf seiner einsamen Pilger-bahn , daß ihr letzter Gedanke Zärtlichkeit für ihngewesen, und ihre letzte Handlung selbst ein Ver-gessen des Todes in der Sorge und Aufopferungder Liebe angedeutet habe.