Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
71
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Ich verzeihe Ihre Wärme, ja ich ehre sic; allein IhrUriheil über mich soll Sie noch gereuen. Mindestenslassen Sie meinen Absichten Gerechtigkeit widerfah-ren. Hatte ich selbst Theil an dem Projekt, das ichIhnen vorschlug? WaS war es für mich? Zogich auch nur im entferntesten Grad Nutzen davon?Konnte ich einen andern Beweggrund als Wohlwollenfür Sie haben? Irrte ich, so geschah cs, weil ichdie Sache unter einem andern Gesichtspunkt betrach-tete; aber ist es nicht die Pflicht eines FreundesWege gegen dieNoth ausfindig zu machen, wo danndem Nvthleidendcn natürlich die Wahl bleibt, ob erden dargebotenen Weg einschlagen oder verwerfenwill? Doch sei Dies hiemit auf ewig abgethan!Theilen Sie meine Habe, seien Sie mein Bruder.Da, ich habe eben einige hundert Pfund bei mir;nehmen Sie diese Summe ganz und gestehen Siewenigstens, daß ich es gui mit Ihnen meinte."

Obwohl es im Augenblick so finster war, dnß erGlcndowers Gesicht nicht sehen konnte, fühlte §r dochdaß Dieser, der die gebotene Hand anfangs umsonstabzuschütleln gesucht, sich gegen ihn wandte, undder arglistige Versucher fuhr also fort:Ja, Glen-dower, wenn ich Sie blos bei diesem Namen anre-den darf, nehmen Sie Alles, was ich besitze; Nie-mand auf der Welt ist mir theurer als Sie. Ichbin ein einsamer, abgestorbener Mensch ohne Kinderoder sonstige Bande des Herzens. Ich suchte einenFreund, der im Leben mein Bruder, im Tod mein