Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
69
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es

In meiner knabenhaften Begeisterung, in den kurzenTagen meiner Wonne und meines Thatvermögens,im Rausch der Liebe, beim Umsturz meines Glückes,in den schmutzigen, dunkeln Gemächern der Entwür-digung undArmuth beseelte, erfrischte, erhielt michdiese einzige Hoffnung. Verrieth je diese Hand inder Versuchung, verließ dieses Gehirn in der Krank-heit, vergaß dieses Herz im Elend je die Förderungeurer großen Sache? Lebt in der weiten Welt eineinziges Wesen, dem ich, auch nur in Gedanken,Unrecht gethan? ein einziges Wesen, das nicht,wenn von gleicher Noth wie ich gedrückt, ans mei-nem Becher getrunken, mit mir den letzten BissenBrod getheilt haben würde?und nun nun istes dazu gekommen!"

Und das Gesicht mit den Händen bedeckend über-ließ er sich einem Sturm der Empfindungen, vorwelchem die schwächere Natur Craufords zitternd undniedergcschmettert da stand. Er hielt nicht langean. Glcndower hob bas niedergebeugte Haupt emporund ein verlängerterWetterstrahl aus dem wechselndenHimmel warf das volle Licht auf seine am Eingangdes Vogens stehende Gestalt. Hoch, anfgerichtet,stille ragte er empor, und die düstere, halbzertrüm-merte Mauer hob das bleiche Antlitz und den stolzenGliederban in kühnem, deutlichem Umriß hervor.Jede Spur des Affektes war vorüber;, vollkommenruhig und gelassen bekamen seine Züge durch ihreMarmorbläffe und die Anzeichen von Leiden, welche